Akkusativ, haben, Verneinung und Konjunktionen

1. Einführung

Ein Substantiv kann im Deutschen in verschiedenen Fällen stehen. Der Fall zeigt, welche Aufgabe das Substantiv im Satz hat.

Der Akkusativ ist der vierte Fall. Er bezeichnet häufig das direkte Objekt einer Handlung. Das Akkusativobjekt antwortet auf die Fragen:

Ich kaufe einen Computer.

einen Computer ist das Objekt der Handlung und steht im Akkusativ.

2. Die Grundregel des Akkusativs

Beim Akkusativ sind vor allem die Formen des Maskulinums wichtig. Im Femininum, Neutrum und Plural stimmen die Akkusativformen der Artikel und vieler Begleiter häufig mit dem Nominativ überein.

Die wichtigste Veränderung findet im Maskulinum statt:

NominativAkkusativ
der Mannden Mann
ein Manneinen Mann
dieser Manndiesen Mann
mein Mannmeinen Mann

Im maskulinen Akkusativ erscheint bei vielen Artikeln und Begleitern die Endung -en.

3. Artikel und Begleiter im Akkusativ

Bestimmter Artikel

der Computer → den Computer

Ich kaufe den Computer.

Unbestimmter Artikel

ein Computer → einen Computer

Er sucht einen Computer.

Demonstrativartikel

dieser Computer → diesen Computer

Ich nehme diesen Computer.

Possessivartikel

mein Computer → meinen Computer

Er hat meinen Computer.

4. Adjektive im Akkusativ

Auch ein Adjektiv vor einem Substantiv erhält eine Kasusendung. Im maskulinen Akkusativ steht nach einem bestimmten oder unbestimmten Artikel normalerweise die Endung -en:

Ich sehe einen guten Mann.

Sie kauft den neuen Computer.

Im Femininum und Neutrum entsprechen diese Formen häufig dem Nominativ:

5. Besondere maskuline Substantive

Einige maskuline Substantive erhalten im Akkusativ die Endung -en oder -n. Viele dieser Wörter bezeichnen Personen oder Lebewesen:

Auch mehrere Fremdwörter mit bestimmten Endungen gehören zu dieser Gruppe:

Ich sehe den Studenten.

Sie kennt den Kollegen.

6. Transitive Verben und der Akkusativ

Viele deutsche Verben verlangen ein Objekt im Akkusativ. Solche Verben nennt man transitive Verben. Die Handlung richtet sich dabei auf eine Person oder Sache.

Häufige transitive Verben sind:

Ich lerne Deutsch.

Er sucht einen neuen Computer.

Sie kauft ein gutes Haus.

Wir schreiben einen Brief.

Ich finde den Schlüssel.

7. Das Verb haben im Präsens

haben bedeutet, dass jemand etwas besitzt oder dass etwas vorhanden ist. Das Verb hat im Präsens besondere Formen:

PersonFormBeispiel
ichhabeIch habe einen Computer.
duhastDu hast ein Buch.
er / sie / eshatEr hat ein Haus.
wirhabenWir haben eine Lampe.
ihrhabtIhr habt einen Tisch.
sie / SiehabenSie haben Kinder.

haben wird sehr häufig mit einem Akkusativobjekt verwendet:

8. Der Negativartikel kein

kein steht bei Substantiven und drückt aus, dass eine Person, Sache oder Erscheinung nicht vorhanden ist. Es wird nach Genus, Numerus und Kasus dekliniert.

Formen im Nominativ

Genus / NumerusFormBeispiel
MaskulinumkeinDas ist kein Computer.
FemininumkeineDas ist keine Lampe.
NeutrumkeinDas ist kein Buch.
PluralkeineDas sind keine Kinder.

Formen im Akkusativ

Genus / NumerusFormBeispiel
MaskulinumkeinenEr hat keinen Computer.
FemininumkeineIch habe keine Lampe.
NeutrumkeinSie hat kein Buch.
PluralkeineWir haben keine Kinder.

Im maskulinen Akkusativ verändert sich die Form: kein Computer → keinen Computer.

9. Kein und nicht

Im Deutschen gibt es zwei wichtige Formen der Verneinung: kein und nicht.

kein verneint ein Substantiv:

nicht verneint ein Verb, eine Angabe, eine Eigenschaft oder eine ganze Aussage:

Vergleiche:

Im ersten Satz steht kein beim Substantiv. Im zweiten Satz verneint nicht die Eigenschaft neu.

10. Die Konjunktionen und, aber, oder und sondern

Konjunktionen verbinden Wörter, Satzteile oder ganze Sätze. und, aber, oder und sondern verändern die normale Wortstellung im verbundenen Hauptsatz nicht.

Und

und verbindet Elemente ohne Gegensatz:

Aber

aber drückt einen Gegensatz aus:

Oder

oder bezeichnet eine Wahl oder Alternative:

Sondern

sondern steht nach einer Verneinung und führt eine Korrektur oder einen Gegensatz ein:

11. Das Wichtigste auf einen Blick