1. Einführung
Ein Adjektiv kann im Deutschen vor einem Substantiv stehen und eine Eigenschaft beschreiben. Das Verb verändert sich nach Person und Numerus. Diese veränderte Form nennt man die Personalform des Verbs.
Fragesätze dienen dazu, Informationen zu erhalten. Ihre Wortstellung hängt davon ab, ob die Frage ein Fragewort enthält.
I. Adjektivdeklination im Nominativ
2. Grundregel
Ein Adjektiv vor einem Substantiv erhält eine Endung. Diese Endung hängt von drei Merkmalen des Substantivs ab:
- Genus,
- Numerus,
- Artikel oder einem anderen Begleiter vor dem Adjektiv.
Der Nominativ wird normalerweise für das Subjekt verwendet:
- Der neue Computer ist gut.
- Die neue Lampe ist schön.
- Das neue Buch ist interessant.
3. Adjektive nach dem bestimmten Artikel
Die bestimmten Artikel lauten der für Maskulinum, die für Femininum, das für Neutrum und die im Plural.
Nach dem bestimmten Artikel erhält das Adjektiv im Singular normalerweise die Endung -e:
| Genus | Beispiel |
|---|---|
| Maskulinum | der neue Computer |
| Femininum | die neue Lampe |
| Neutrum | das neue Buch |
Dasselbe Muster gilt nach den Demonstrativwörtern dieser, diese, dieses: dieser alte Schrank, diese alte Vase, dieses alte Bild.
4. Adjektive nach dem unbestimmten Artikel
Die unbestimmten Artikel lauten ein für Maskulinum, eine für Femininum und ein für Neutrum. Nach ihnen zeigt die Adjektivendung das Genus des Substantivs:
| Genus | Endung | Beispiele |
|---|---|---|
| Maskulinum | -er | ein neuer Computer, mein alter Schrank |
| Femininum | -e | eine neue Lampe, meine alte Vase |
| Neutrum | -es | ein neues Buch, mein altes Bild |
Adjektive nach Possessivartikeln werden genauso dekliniert: mein, dein, sein, ihr, unser, euer, Ihr.
5. Adjektive ohne Artikel
Steht im Singular kein Artikel vor dem Substantiv, erhält das Adjektiv dieselben Genusendungen:
- neuer Computer
- neue Lampe
- neues Buch
6. Adjektive im Plural
Nach einem bestimmten Artikel, Demonstrativwort oder Possessivartikel erhält das Adjektiv im Plural die Endung -en:
- die alten Bilder
- diese alten Bilder
- meine alten Bilder
Ohne Artikel erhält das Adjektiv im Nominativ Plural normalerweise die Endung -e: alte Bilder, rote Blumen, kleine Kinder.
7. Beispiele
- Der neue Computer ist schnell.
- Dieser alte Schrank ist groß.
- Eine neue Lampe steht auf dem Tisch.
- Mein altes Bild ist schön.
- Die kleinen Kinder spielen.
- Rote Blumen stehen in der Vase.
II. Schwache Verben im Präsens
1. Einführung
Deutsche Verben werden in verschiedene Gruppen eingeteilt. Eine wichtige Gruppe sind die schwachen Verben. Sie werden normalerweise regelmäßig konjugiert. Das Präsens bezeichnet die Gegenwart.
2. Grundregel
Für die Konjugation eines schwachen Verbs im Präsens nimmt man den Verbstamm und fügt die passende Personalendung hinzu. Der Infinitiv endet häufig auf -en:
- lernen → Stamm lern-
- machen → Stamm mach-
3. Konjugation von lernen
| Person | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| ich | lerne | Ich lerne Deutsch. |
| du | lernst | Du lernst Englisch. |
| er / sie / es | lernt | Er lernt Deutsch. |
| wir | lernen | Wir lernen Wörter. |
| ihr | lernt | Ihr lernt schnell. |
| sie / Sie | lernen | Sie lernen Deutsch. |
4. Konjugation von machen
| Person | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| ich | mache | Ich mache eine Übung. |
| du | machst | Du machst eine Aufgabe. |
| er / sie / es | macht | Er macht Übungen. |
| wir | machen | Wir machen eine Pause. |
| ihr | macht | Ihr macht die Arbeit. |
| sie / Sie | machen | Sie machen Übungen. |
5. Verbstämme auf -d, -t, -n oder -m
Bei einigen Verben endet der Stamm auf -d, -t, -n oder -m. In bestimmten Formen steht dann häufig ein zusätzliches -e- vor der Personalendung. Dadurch lässt sich die Form leichter aussprechen.
- arbeiten → Stamm arbeit-: du arbeitest, er arbeitet, ihr arbeitet
- finden → Stamm find-: du findest, er findet, ihr findet
6. Wortstellung im Aussagesatz
In einem einfachen Aussagesatz steht die Personalform des Verbs normalerweise an zweiter Stelle: Er arbeitet nicht. Sie arbeiten nicht.
Die Verneinung nicht steht oft nach dem Verb oder näher am Satzende: Ich lerne nicht. Wir machen die Übung nicht.
III. Fragesätze
1. Zwei Fragetypen
Im Deutschen gibt es zwei grundlegende Arten von Fragesätzen:
- Fragen ohne Fragewort,
- Fragen mit Fragewort.
Die Wortstellung ist bei diesen beiden Typen unterschiedlich.
2. Fragen ohne Fragewort
Wenn kein Fragewort vorhanden ist, steht die Personalform des Verbs an erster Stelle.
Verb + Subjekt + weitere Satzteile?
- Lernst du Deutsch?
- Lernt er Englisch?
- Machen Sie Übungen?
- Arbeitet sie heute?
- Findet ihr das Wort?
3. Fragen mit Fragewort
Enthält die Frage ein Fragewort, steht dieses an erster Stelle. Die Personalform des Verbs folgt direkt danach.
Fragewort + Verb + Subjekt + weitere Satzteile?
Wichtige Fragewörter sind was?, wer?, wo?, wann?, wie? und warum?.
4. Beispiele mit Fragewörtern
- Was lernst du?
- Was machst du?
- Wer lernt Deutsch?
- Wo lernt ihr Deutsch?
- Wann macht er Übungen?
- Warum lernen sie Deutsch?
5. Das Fragewort welcher
Welcher bedeutet „welcher“ oder „was für ein bestimmter“. Das Wort gehört zu einem Substantiv und verändert sich nach Genus, Numerus und Kasus.
Im Nominativ lauten die Formen:
| Form | Genus / Numerus | Beispiel |
|---|---|---|
| welcher | Maskulinum | Welcher Computer ist neu? |
| welche | Femininum | Welche Lampe ist alt? |
| welches | Neutrum | Welches Buch ist interessant? |
| welche | Plural | Welche Übungen machst du? |
6. Die Konstruktion was für ein
Mit was für ein fragt man nach einer Eigenschaft, einer Art oder einem Typ von Person oder Sache. Die Konstruktion bedeutet „welcher Art“ oder „was für“.
Die Form richtet sich nach dem Genus: was für ein beim Maskulinum und Neutrum, was für eine beim Femininum. Im Plural steht normalerweise was für ohne ein.
- Was für ein Mensch ist euer Lehrer?
- Was für eine Lampe ist das?
- Was für ein Buch liest du?
- Was für Bücher schreibt er?
IV. Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein Adjektiv vor einem Substantiv erhält eine Endung.
- Nach der, die, das hat das Adjektiv im Nominativ Singular normalerweise die Endung -e: der neue Computer, die neue Lampe, das neue Buch.
- Nach ein, eine, ein zeigt das Adjektiv das Genus: ein neuer Computer, eine neue Lampe, ein neues Buch.
- Im Plural steht nach die, diese, meine die Endung -en: die alten Bilder, diese alten Bilder, meine alten Bilder.
- Ohne Artikel steht im Nominativ Plural normalerweise -e: alte Bilder, rote Blumen, kleine Kinder.
- Schwache Verben bilden das Präsens mit regelmäßigen Personalendungen: ich lerne, du lernst, er lernt, wir lernen.
- Nach einem Stamm auf -d oder -t steht häufig ein zusätzliches -e-: du arbeitest, er arbeitet, ihr arbeitet.
- Im Aussagesatz steht die Personalform normalerweise an zweiter Stelle: Er arbeitet nicht.
- In einer Frage ohne Fragewort steht das Verb an erster Stelle: Lernst du Deutsch?
- In einer Frage mit Fragewort steht das Fragewort zuerst und das Verb an zweiter Stelle: Was lernst du?