Dativ und Akkusativ einfach erklärt

Dativ und Akkusativ sind zwei wichtige Fälle in der deutschen Sprache. Man braucht sie, damit klar ist, wer etwas macht und wen oder wem die Handlung betrifft.

Der wichtigste Unterschied ist einfach:
Akkusativ: Wen oder was?
Dativ: Wem?

Akkusativ: Wen oder was?

Der Akkusativ zeigt meistens die Person oder Sache, die direkt von der Handlung betroffen ist.

Beispiele:

  • Ich sehe den Hund.
    Wen sehe ich? → den Hund
  • Sie liest ein Buch.
    Was liest sie? → ein Buch
  • Er kauft einen Apfel.
    Was kauft er? → einen Apfel

Typische Verben mit Akkusativ sind:

Verb Beispiel
sehen Ich sehe den Mann.
lesen Sie liest das Buch.
kaufen Er kauft einen Tisch.
finden Wir finden den Schlüssel.
besuchen Ich besuche meine Freundin.

Dativ: Wem?

Der Dativ zeigt oft eine Person, der etwas passiert, der etwas gehört oder der man hilft.

Beispiele:

  • Ich helfe dem Kind.
    Wem helfe ich? → dem Kind
  • Das Buch gehört meiner Schwester.
    Wem gehört das Buch? → meiner Schwester
  • Er antwortet dem Lehrer.
    Wem antwortet er? → dem Lehrer

Typische Verben mit Dativ sind:

Verb Beispiel
helfen Ich helfe dem Kind.
danken Sie dankt ihrer Mutter.
antworten Er antwortet dem Lehrer.
gehören Das Handy gehört meinem Bruder.
folgen Der Hund folgt dem Mann.

Dativ und Akkusativ in einem Satz

Manchmal gibt es in einem Satz zwei Objekte: eine Person und eine Sache.

Ich gebe dem Kind den Ball.
Wem gebe ich den Ball? → dem Kind = Dativ
Was gebe ich dem Kind? → den Ball = Akkusativ

Merke:

  • Person = oft Dativ
  • Sache = oft Akkusativ

Weitere Beispiele:

  • Ich schenke meiner Freundin ein Buch.
    → meiner Freundin = Dativ
    → ein Buch = Akkusativ
  • Er zeigt dem Lehrer das Foto.
    → dem Lehrer = Dativ
    → das Foto = Akkusativ

Artikel im Dativ und Akkusativ

Fall Maskulin Feminin Neutrum Plural
Akkusativ den Mann die Frau das Kind die Kinder
Dativ dem Mann der Frau dem Kind den Kindern

Besonders wichtig:

  • der Mann → den Mann im Akkusativ
  • der Mann → dem Mann im Dativ

Beispiele:

  • Ich sehe den Mann.
  • Ich helfe dem Mann.

Präpositionen mit Akkusativ

Nach diesen Präpositionen steht Akkusativ:

für, durch, gegen, ohne, um

Beispiele:

  • Das Geschenk ist für meinen Vater.
  • Wir gehen durch den Park.
  • Sie kommt ohne ihre Freundin.

Präpositionen mit Dativ

Nach diesen Präpositionen steht Dativ:

mit, nach, bei, von, zu, aus, seit

Beispiele:

  • Ich fahre mit dem Bus.
  • Wir gehen zu der Ärztin.
  • Er kommt aus der Schule.

Wo oder wohin?

Bei manchen Präpositionen kann Dativ oder Akkusativ stehen:

in, an, auf, unter, über, vor, hinter, neben, zwischen

Die Regel ist:

  • Wo? → Dativ
  • Wohin? → Akkusativ

Beispiele:

  • Das Buch liegt auf dem Tisch.
    Wo liegt das Buch? → auf dem Tisch = Dativ
  • Ich lege das Buch auf den Tisch.
    Wohin lege ich das Buch? → auf den Tisch = Akkusativ
  • Das Kind ist in der Schule.
    Wo ist das Kind? → in der Schule = Dativ
  • Das Kind geht in die Schule.
    Wohin geht das Kind? → in die Schule = Akkusativ

Kurze Zusammenfassung

Fragen Sie zuerst nach dem Objekt: Wen oder was? führt oft zum Akkusativ, wem? führt oft zum Dativ. Lernen Sie außerdem die wichtigsten Verben und Präpositionen mit festem Fall, denn sie helfen im Alltag und in der B1-Prüfung sehr.